Quelle: wikipedia.de

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Während Hersteller wie Toyota, Hyundai oder Honda bereits konkrete Zukunftsplanungen vorweisen können, was die Produktion von Brennstoffzellen-Automobilen anbelangt, ist bei deutschen Automobilkonzernen noch kaum etwas von Begeisterung zu verspüren. Lediglich Daimler versucht sein Glück, hat die ersten offiziellen Planungen aber erst einmal auf nach 2017 verschoben. BMW hat sich mittlerweile fast vollständig aus dem Rennen verabschiedet und die eher sichere Variante gewählt und bemühen sich um eine Kooperation mit Toyota.

Doch auch dort ist man noch vorsichtig. Gänzlich ohne Probleme komme die Brennstoffzelle noch nicht aus. Allerdings galt dies auch für vorangegangene Techniken, die man eben nur überwinden könne, indem man sich diesen Problemen stellt. Zwar werde man aktuell kaum mehr als einige hundert Fahrzeuge dieser Art pro Jahr produzieren, danach sollen es aber Zentausende werden.

In Deutschland ist es vor allem die Frage nach dem Durchsetzungsvermögen der jeweiligen Techniken. Aktuell heißt es Brennstoffzelle gegen Lithium-Ionen-Akku. Während letzterer bereits erfolgreich über deutsche Straßen tourt, gibt es von der Brennstoffzelle noch kaum etwas zu sehen. Die deutschen Hersteller werden Zeit, Mühe und Kosten demnach erst investieren, sobald deutlich wird, welche Technik langfristig die Oberhand gewinnen wird.

VW verliert Ziele nicht aus den Augen

Doch gerade bei VW ist man sich durchaus bewusst, dass man die Brennstoffzelle nicht unterschätzen darf. Hat man vor einigen Jahren noch kaum eine Handvoll Experten auf diesem Gebiet vorweisen können, steigt die Zahl der der Entwickler und Techniker kontinuierlich an. Immerhin soll dem ewigen Kontrahenten Toyota nicht unnötigerweise ein Vorteil gewährt werden.

Und so stellte eben auch Volkswagen auf der Autoshow in Los Angeles einige Prototypen auf, die mit Brennstoffzelle unterwegs waren. Der Audi A7 sowie der US-Passat galten als Textobjekte, die dem Toyota Mirai auf dem ersten Blick übrigens in Nichts nachstanden.

Selbst das bekannte Baukastenprinzip aus dem Hause Volkswagen, der modulare Querbaukasten, hat mittlerweile einige Module mit an Bord, welche die Integration der Brennstoffzelle vorsehen. Weiterhin kooperiert Volkswagen zukünftig mit dem kanadischen Unternehmen Ballard Power und will bereits in naher Zukunft die neueste Brennstoffzelle der fünften Generation an die Öffentlichkeit bringen. Ein großer Schrott ist dies allemal, auch wenn es noch lange nicht genug sein wird. Es bleibt abzuwarten, ob Toyota oder Volkswagen den Thron der Brennstoffzellen-Automobile besteigen wird.

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